Bewertung

  • Simone Kesternich

Heute mal eine Entwicklungsbremse… die Bewertung. Die meisten von uns sind daran gewöhnt sich an Bewertungen zu orientieren. Zwischen gut und schlecht hat die Staatsschule noch etwas differenziert…von „sehr gut“ bis „ungenügend“, später dann das Punktesystem. Auch von einer freiberuflichen Musiklehrerin wird eine Bewertung erwartet, hierzu ein Erfahrungsbericht: Ich habe an einer Musikschule einen Nachmittag die Lehrerin vertreten und mit vorwiegend Mädchen eine altersgerechte Probe der Lichtenberger Methode gegeben. Ich nahm mir vor, nicht zu bewerten. Am Ende jeder Einheit fragte ich: „Hast du noch eine Frage?“ und alle fragten: „wie war ich?“ Ich vermute das Bedürfnis nach Orientierung in dieser Frage. Also: wie kann ich Orientierung geben ohne zu bewerten? Woran orientiere ich mich in der Rolle der Schülerin?